2%, wir runden auf…

Der Wahlabend war wohl nicht nur für die Organisatoren und potentiellen Interviewpartner lang. Nun nachdem diese Hürde überwunden scheint und man in Zahlen ausdrücken kann, was man erreicht hat in acht Wochen ohne Privatleben für Privatsphäre, Bürgerrechte und demokratische Beteiligung, sieht so mancher realistische, ja abgeklärter in die Zukunft. Die heiße Wahlkampfphase war geprägt von unbändiger Euphorie und einem leicht verschobenen Realitätsbewusstsein. Dabei haben uns immerhin fast 900.000 Menschen gewählt und DAS kann sich wirklch sehen lassen. Wir haben bei dieser zweiten bundesweiten Wahl unser Ergebnis mehr als verdoppeln können, in absoluten Stimmen sogar beinahe vervierfachen können.

Das ist bei allem Beifall immernoch kein Grund zum Feiern. Wir haben die so genannte Biene- Maja Koalition und können als Bürgerrechtler und Netzaktivisten wohl davon ausgehen, dass in den nächsten vier Jahren nur noch ein Bruchteil der Rechte und Freiheiten, die wir eben noch verteidigen wollten, übrig bleiben wird. Ich wage zu prophezeien, dass angesichts stark erschwerter Bedingungen im Sicherheits- sowie Finanzkrisensektor in Deutschland nicht mehr viel bleibt von Meinungs-, Presse- und Kommunikationfreiheiten.

Ein trauriges Bild. Ich weiß. Dennoch zeichne ich es gern wenn es hilft, dass noch mehr Menschen in diesem Land aufwachen und sehen wohin uns die selbstverliebte und verlogene Argumentation in der Politik derzeit führt.

Klarmachen zum Ändern! Notfalls außerhalb der Parlamente. Geht auf die Straße, informiert Euch und schaut Euch ganz genau an was da gewählt wurde und was drauß wird!

Das Ministerium der Zukunft.

Knapp eine Woche vor der Bundestagswahl am 27. Septmeber 2009 fügt die Piratenpartei ihrem ambitionierten Wahlprogramm eine konsequente und sachliche Forderung hinzu. Ein Ministerien soll uns Politiker gewordenen Netzaktivisten als Werkzeug dienen unsere Forderungen nach Freiheit von Information und Infrastrukturen, Deregulation der Immatrialgüter und Kostenfreiheit von Bildung und Kultur umzusetzen.

Das Bundesministerium für die Wissens- und Informationsgesellschaft (BMWIG) wird morgen Montag, den 21. September 2009 um 10Uhr, im Haus für Demokratie und Menschenrechte in Berlin vorgestellt werden. Einen kurzen Abriss gibt es als .pdf hier.

Die Piratenpartei Deutschland präsentiert mit dem Entwurf eines Ministeriums für die
Wissens- und Informationsgesellschaft einen Schritt, mit dem nicht nur der Rückstand
Deutschlands aufgeholt werden soll, sondern wichtige neue gesellschaftliche und
technologische Erscheinungen in das Zentrum politischen Handeln gestellt werden.

Die Piratenpartei Deutschland präsentiert mit dem Entwurf eines Ministeriums für die

Wissens- und Informationsgesellschaft einen Schritt, mit dem nicht nur der Rückstand

Deutschlands aufgeholt werden soll, sondern wichtige neue gesellschaftliche und

technologische Erscheinungen in das Zentrum politischen Handeln gestellt werden.

So ließt sich das Projekt Zukunftsministerium aus der Feder von Berliner Piraten. Notwenig ist der Wandel im politischen System durch die Gesichtspunkte der Informationsgesellschaft. Deutlich kann man an Fakten ablesen wie weit Deutschland dieser Tage bereits entfernt ist von einer Spitzenposition in Sachen IT-Infrastruktur und politischer Unterstützung der Wissens- und Informationsgesellschaft.

Auch an dieser Stelle gibt es von mir nur einen kurzen Teaser:

Das “moderne” VDSL Netz verschandelt mit seinen riesigen Anschlusskästen das Stadtbild und wird in

wenigen Jahren veraltet sein. Außerdem steht VDSL derzeit Unternehmen nicht zur Verfügung. Der

notwendige Ausbau moderner Gigabit-Infrastruktur in jedes Haus (FTTX) ist derzeit nicht absehbar. Der

in den 90er Jahren begonnene flächige Ausbau von Glasfasernetzen (OPAL) mündete aufgrund der

Telekom-Privatisierung und politischer Verantwortungslosigkeit in ein Desaster, bei dem die betroffenen

Teilnehmer trotz Glasfaseranschlussleitung noch immer keine breitbandigen Internetzugänge haben

Ich halte die Intitiative zum BMWIG für einen der weitreichendsten und konsequentesten Strukturkonzepte auf Bundeseben der letzten Jahre. Das Ministerium ist ein sachlicher Vorstoß der komplett auf unserem Wahlprogramm beruht und sowohl Kompetenz, Mut und Entschlossenheit die politische Landschaft nachhaltig zu prägen transportiert. Das wir es umsetzen liegt dabei völlig fern der Realität. Das Konzept ist vielmehr ein Grund mehr die Piraten zu wählen auch wenn sie nicht ins Parlament kommen, denn die anderen Partei können garnicht anders als von uns zu kopieren und damit der Sache zu dienen.

Piratenpartei International: Offener Brief pro Netzneutralität

Aus der internationalen Netzgemeinde kommen derzeit klare Forderungen nach Netzneutralität und einem konkreten Gesellschaftsparadigma hinzu Information, Kollaboration und Kommunikation als zentralem Element. Ich möchte Euch hier das original in Englischer Sprache vorstellen. Eine Deutsche Übersetzung findet Ihr zum Beispiel hier.

Quelle: http://www.laquadrature.net/en/we-must-protect-net-neutrality-in-europe-open-letter-to-the-european-parliament

We Must Protect Net Neutrality in Europe!
Open letter to the European Parliament

Net neutrality has been an indispensable catalyst of competition, innovation, and fundamental freedoms in the digital environment. A neutral Internet ensures that users face no conditions limiting access to applications and services. Likewise, it rules out any discrimination against the source, destination or actual content of the information transmitted over the network.

Thanks to this principle, our society collectively built the Internet as we know it today. Except in some authoritarian regimes, everyone around the globe has access to the same Internet, and even the smallest entrepreneurs are on equal footing with the leading global enterprises. Moreover, Net neutrality stimulates the virtuous circle of a development model based on the growth of a common communication network that enables new uses and tools, as opposed to one relying on investments in filtering and controlling. Only under such conditions is Internet continuously improving our societies, enhancing freedom — including the freedom of expression and communication — and allowing for more efficient and creative markets.

However, Net neutrality is now under the threat of telecom operators and content industries that see business opportunities in discriminating, filtering or prioritizing information flowing through the network. All around Europe, these kind of discriminatory practices, detrimental to both consumers and innovation, are emerging. No court or regulator seems to have adequate tools to counter these behaviors and preserve the general interest. Some provisions introduced in the Telecoms Package could even encourage such practices.

We who have signed this open letter urge the European Parliament to protect the freedom to receive and distribute content, and to use services and applications without interference from private actors. We call on the Members of the Parliament to take decisive action during the ongoing negotiation of the Telecoms Package in order to guarantee a free, open and innovative Internet, and to safeguard the fundamental freedoms of European citizens.

Offener Brief an Stefan Raab

Quelle: http://piratig.de/2009/09/03/offener-brief-an-stefan-raab/

Lieber Stefan,

mit Freude habe ich erfahren, dass Du auch 2009 die TV Total Bundestagswahl veranstaltest.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die Idee super finde, aber die Ausgabe 2005 nicht wahrgenommen und verpasst habe. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich bis vor kurzem als unpolitisch empfunden habe, vielleicht auch daran, dass ich, obwohl Zuschauer der ersten Stunde, die Sendung TV-Total aus Zeitmangel höchstens noch ein paar mal im Jahr schaue. Ich wußte gar nicht, dass Du dich für Politik interessierst. Es kommt wahrscheinlich, wie bei mir, mit dem Alter.

Doch, als ich von der TV Bundestagswahl vor kurzem erfuhr, fand ich die Idee auf Anhieb gut und habe mir vorgenommen die Sendung auf jeden Fall anzuschauen, ja vielleicht per SMS zu unterstützen.

Ich habe kurz auf der Webseite von TV-Total recherchiert. Dort heißt es:
„Stefan und N24-Chefredakteur Peter Limbourg laden die Spitzenkandidaten der sechs Parteien des aktuellen Bundestags zur „TV total Bundestagswahl – Wir wählen schon heute“ auf ProSieben.“

O Schreck! Der sechs Parteien des aktuellen Bundestags? Wieso sechs?
Es sind doch sieben! Hast du die Piratenpartei vergessen, übersehen oder gar mutwillig ausgeklammert? Sie ist doch im Bundestag vertreten.

Nein, an den letzten Grund glaube ich einfach nicht. Du würdest das als echter Demokrat nie tun. Es ist wahrscheinlich so, dass die Pressemeldung noch vor der EU-Wahl konzipiert wurde, bevor die Piratenpartei zum ersten mal in der breiten Öffentlichkeit in Deutschland aufgetreten ist, noch vor der beispiellosen Erfolgsstory dieser jungen, coolen, aufstrebenden Partei der jungen Generation.

In den Infos bei der TV-Total steht:
„Laut Statistischem Bundesamt geht jeder dritte Wahlberechtigte unter 30 Jahren nicht zur Wahl. Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Genau dieses Ziel könntest Du und würdest Du erreichen, indem Du auch einen Spitzenvertreter der Piratenpartei in Deine politische Fragerunde einlädst, denn die Piratenpartei, die sich als Partei der Internet-Generation versteht, zieht gerade die jungen Wähler unter 30, als einzige Alternative zu den Parteien der „alten Internetausdrucker“ extrem stark an.

Schau dir doch die Kommentare auf der Seite von TV Total Bundestagswahl 2009 an, um zu sehen wie Deine Zuschauer zu der Piratenpartei stehen.

Wusstest du, dass:

  • die Piratenpartei seit der EU-Wahl die Mitgliederzahl mehr als verfünffacht hat und derzeit mit über 7.500 Mitgliedern direkt hinter den Grünen die stärkste Kleinpartei Deutschlands ist, stärker als REP, ÖDP, NPD, DVU und Konsorten?
  • die Piratenpartei bei der Landtagswahl am 30.8.2009 in Sachsen bis zu 14% Stimmen erreicht hat?
  • die Piratenpartei die mit Abstand stärkste Partei im Netz und bei allen sozialen Netzwerken ist? Dazu verfügt sie über das stärkste Wachstum in allen diesen Netzwerken.
  • die Piratenpartei alle Wahlumfragen bei StudiVZ/SchülerVZ seit mehreren Wochen mit einem gewaltigen Vorsprung gewinnt?
    StudiVZ hat 15 Millionen Mitglieder, die meisten unter 30 Jahre.
  • die Piratenpartei einfach DIE Partei der jungen Leute ist?
    Bei den Unter-30-Jährigen ist das die populärste Partei, sie genießt derzeit einen zweistelligen Zuspruch. Er liegt wahrscheinlich über 20%, vielleicht sogar über 30%.
  • viele Politikwissenschaftler die Piratenpartei als die Grünen des 21. Jahrhunderts bezeichnen und bescheinigen, dass die Piraten das Zeug dazu haben, junge Leute zu politisieren, Nicht-Wähler und Erst-Wähler anzuziehen, Sympathisanten stark zu mobilisieren. Sie habe das Zeug dazu, die Bürgerbewegung der Digitalen-Generation zu werden.

Grund: Bürgerrechte, Basisdemokratie, Transparenz des Staates, Schutz der Privatsphäre, freie Bildung und Bewahrung des Grundgesetzes sind Themen, die für den modernen Menschen extrem wichtig sind aber von den etablierten Parteien ausgeklammert werden.

Auch ich wurde von den Ideen der Piratenpartei und deren Demokratieverständnis angetan. Auch ich werde jetzt, obwohl über 30, zur ersten Wahl gehen. Auch ich engagiere mich zum ersten Mal politisch.

Stell dir kurz mal vor, Du würdest die Piratenpartei in die Runde am Vorabend der Wahlen zu TV Total einladen.

Viele junge Leute würden alleine deswegen schon deine Sendung schauen und Du würdest dann die Einschaltquoten von 2005 noch einmal steigern können:
„Die Ausgabe vor vier Jahren war die erfolgreichste Wahlsendung bei den jungen Zuschauern im deutschen Fernsehen: Zur besten Sendezeit verfolgten 29,0 Prozent der 14- bis 29-Jährigen die „TV total Bundestagswahl 2005″.“
Die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde und die mediale Begleitung der Blogosphäre wäre dieser Sendung sicher.

Du würdest die jungen Menschen motivieren, wählen zu gehen, denn endlich stünde für Sie eine wählbare Partei zur Wahl.

Und die Piratenpartei wird dann GANZ SICHER bei der Abstimmung zweistellig werden. Schon alleine aus dem Grund, dass die Zielgruppe Deiner Sendung fast genau mit dem Sympathisanten-Profil der Piratenpartei übereinstimmt. Unter Umständen würden Piraten die eine oder andere etablierte Partei abhängen.

Das wäre doch eine Sensation! Und das am Vorabend der Wahl!
Das Ergebnis dieser Abstimmung würde sich wie ein Lauffeuer in den Medien verbreiten.

Das würde sowohl zu Deinem Ruhm wie auch zur Bekanntheit der Piratenpartei beitragen.
Viele unentschlossene Wähler würden in Ihrer Wahlentscheidung für die Piratenpartei bestätigt, dass Ihre Stimme bei der Wahl nicht verschenkt wird. Viele ältere Wähler würden zum ersten Mal mit der Piratenpartei konfrontiert und hätten die Chance noch kurz vor der Bundestagswahl sich mit dem Programm dieser Partei auseinanderzusetzen. Das würde den Ausgang der Wahl ganz sicher zugunsten der Piratenpartei beeinflussen, das Ergebnis der Wahl nach oben treiben.

Stell Dir doch mal vor, was passiert dann wenn es den Piratenpartei dank Deiner Hilfe gelingt, die 5%-Hürde zu schaffen und den Bundestag zu entern.
Das wäre ein historischer Moment, echter Wahnsinn!
Denn zuletzt vor 20 Jahren ist dieses Kunststück einer Partei gelungen.

So unmöglich ist es nicht. Bei der Landtagswahl in Sachsen erreichte die Piratenpartei 1,9%, aktuelle Umfragen zeigen 3% für die Piraten. Es fehlt der letzte Tick, um die 5% zu knacken. Das liegt in Deiner Hand.

Du würdest einen direkten, ungeheuren Einfluss auf die Geschichte Deutschlands nehmen.

Du hast schon die Geschichte der Musik geschrieben, die Geschichte des Fernsehens, sogar des Sports, aber Politik ist doch noch eine Nummer größer.

Wäre es nicht an der Zeit, jetzt die Geschichte der Bundesrepublik zu schreiben indem Du einer neuen Partei zum Bundestagseinzug verhilfst?
Wäre das nicht der ultimative Coup?
Wäre das nicht Dein Traum?
Wie kannst Du besser Deinen Namen verewigen?

Wäre es nicht toll, den wirklich Großen und Mächtigen eine auszuwischen, und zwar nicht nur durch subversive Fragen, sondern durch eine echte politische Blamage?

Du kannst eigentlich nichts falsch machen, wenn du Piraten einlädst. So oder so wird es ein Erfolg für Dich und eine Sensation für die Medien.

Also Stefan! Gib dir einen Ruck, zeige Größe und schreibe Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit einer mutigen Entscheidung im richtigen Moment! Eine bessere Chance dafür kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Ein Fan der ersten Stunde,
Alexander Double

Berliner Landesverband diskutiert das Bedingungslose Grundeinkommen

Note: Aufgrund einiger Rückfragen und Diskussionen möchte ich klarstellen, dass sich bei dem zur Bewertung stehenden Textstück nicht um einen Konsens des Berliner LV handelt. Vielmehr wurde er offen diskutiert und entworfen ohne ihn auf einem LPT abzustimmen. Der Textausschnitt sollte auch nicht als Programmpunkt in den Flyer eingehen sondern als „Teaser“ auf folgende Diskussionen. Ich bitte die Missverständlichkeit hier zu entschuldigen.

Im Zuge der Bundestagswahl kommt derzeit oft die Frage nach der Erweiterung des Themenkatalogs der Piratenpartei auf. Ein neuer Flyer wird im Moment diskutiert und konzipiert. Der Flyer soll Programmatisches darstellen und wird sich am Wahlprogramm der Piratenpartei Deutschland und den Erweiterungen, beschlossen durch den Landesverband Berlin, orientieren.

Ich möchte Heute zu einem weiteren Meinungsbild und einer öffentlichen Diskussion aufrufen. Der entsprechende Text als Zugabe zum Kapitel „Berliner Programm“ wurde in der Berliner Piratenmailingliste diskutiert und formuliert.

Wir glauben, dass es für die Zukunft der bessere Weg sein wird, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu ersetzen, das durch eine gerechte und nachhaltige Steuerreform finanziert werden könnte. Dies würde die Eigeninitiative fördern und die Würde der Menschen wiederherstellen.


Diese Absicht könnte als Willenserklärung der Berliner zu einem politischen Konzept des BGE in den „Porgrammflyer“ aufgenommen werden. Es gibt Stimmen dafür und dagegen. Ich bitte um Eure Meinung.

Endlich ein Wahlkampfportal

Seit heute ist das Wahlkampfportal der Piratenpartei Deutschland online! Hier werden bundesweit Aktionen und Kampagnen dokumentiert.

Nicht nur Piraten können hier offen und transparent den Kandidaten, Wahlkampf, die Themen und Aktionen der Piratenpartei diskutieren. Ein innovatives Unterstützernetzwerk verlinkt online die Seiten mit piratischem Hintergrund und generell alle Unterstützer unseres Themenkatalog.

Los Leute macht die Seite bekannt, verlinkt Euer Piratenbanner und berichtet von Eurem persönlichen Piratenwahlkampf.

Kiezspaziergang in Mitten Berlins

Nun schon zum dritten Mal haben wir von der Berliner Crew „JWD“ den so genannten Kiezspaziergang veranstaltet. Wie immer war die Resonanz sehr groß und ich will hier einmal davon berichten.

Wie ihr Euch denken könnte, marschieren wir nicht einfach los und lächeln die Leute an. Als „die andere Art“ Wahlkampf zu machen, gehen wir in „vollem Ornat“ mit Fahnen und T-Shirts durch die Straßen und sprechen jeden an, der uns zumindest offen begegnet. Dabei erlebt mensch verrückte Dinge. Menschen auf der gegenüberliegenden Straßenseite jubeln einem spontan zu und skandieren „PIRATEN“- Rufe. Fahrradfahrer fahren nicht ohne vorherige Rufe und kämpferisch erhobene Fäuste an uns vorbei. Viele Menschen wollen unsere Flyer. Sie wollen wissen wer die interessante neue Partei eigentlich ist.

Es spielen sich dieser Tage ständig Szenen während des Sraßenwahlkampfes ab, von denen andere Parteien nur träumen können. Die Piraten sind nicht nur „In“, sie werden gebraucht. Den Wähler dürstet es nach einem kompetenten und selbstbewussten Ansprechpartner, der ihn oder sie ernst nimmt. Piraten sind durch die Bank weg mehr und mehr diese Ansprechpartner.

Liebe Piraten

Traut Euch auf die Straße. sprecht die Menschen in Eurer Nachbarschaft offen an, macht klar, dass es um die Freiheit von uns allen geht, dass das Internet unser aller Leben beeinflusst und dass die gegenwärtige Polemik der politischen Amtsträger nichts weiter ist, als die schamhafte Vertuschung ihrer Unfähigkeit, die sich an einem Thema zeigt, dass sie nicht verstehen weil sie es nicht kontrollieren können.

Inspiriert und motiviert Euch gegenseitig. Wir haben die Wege von der Pike an gelernt, die notwendig sind um die aktuelle Art Politik zu machen, zu reformieren.

motivierte piratische Grüße

Klarmachen zum Ändern!

Piraten ist die Hütte zu klein.

Ich sitze heute zur Abwechslung einmal im ersten piratischen Bundestagsbüro unter den Linden 50.^^ Eine sehr produktive Atmosphäre. Leider ist das auch das einzige produktive. Ohne WLAN, Kaffemaschine und freien Zugang zum Gebäude lässt sich eher wenig piratisch Arbeiten.

Die Teams der Wahlkampforga haben sich in vielen Bundesländern formiert. Auch in Berlin und hier steht uns immerhin eine rund 40 Personen starke Gruppe aus höchst Aktiven zur Verfügung. Das ist sehr erfreulich bringt aber doch so einige Probleme mit sich. Die Bundesgeschäftsstelle in der Adreasstraße 66 ist nicht nur zu Vorstandssitzungen zu klein. Dankenswerter Weise haben wir für die notwendige Parteibürokratie vom kleinen Stadtteilzentrum einen Schreibtisch zu Verfügung gestellt bekommen, einen Konferenztisch und einige Schränke. Es zeigt sich aber immer mehr, dass bei steigender Mitgleider- und Aktivenanzahl die Piraten drohen das Stadteilzentrum schlicht zu sprengen.

Die Piraten suchen also eine Bleibe und das möglichst schnell. Auch politische Organisation braucht kreative Freiräume und eine freie Arbeitsatmosphäre.

Hinweise zu der gesuchten Bleibe nehme ich gern von Euch entgegen.

Piratenwerte und Piratenziele

Nicht nur im Landesverband Berlin wird dieser Tage hart und viel am so genannten Offline-Wahlkampf gearbeitet. Nicht nur Aktionen, Plakate, Sticker, T-Shirts und Flaggen werden dabei diskutiert. Aktuell ist der erste von 2 Berliner Flyern mit dem Titel „Werte und Ziele“ fertig gestellt. Der Flyer ist aus einer Auswahl von Texten des aktuellen Berliner „Kurzmanifestes“ entstanden.

Ich möchte Ihr hier gern einmal zur Bewertung stellen. Ob Piraten oder nicht, ihr könnt hier eine Schulnote für Euren Eindruck des Machwerkes vergeben.

Wem von Euch das Konzept nicht gefällt, den möchte ich dazu einladen mitzudiskutieren. Auf dieser Seite wird zur Zeit der Text zum Berliner Programmflyer gestaltet.

Viel Spaß beim Voten und Klarmachen zum Ändern!

Deshalb bin ich Pirat

Trotz meines jungen Alters habe ich bisher auf kommunaler, regionaler und hochschulpolitischer Ebene Einblicke in die aktuelle Tagespolitik sammeln dürfen. Das Bild, das sich mir bot, ist gelinde gesagt traurig. Aller Orts sieht mensch Gestalten, die nichts weiter tun als möglichst genau zu bestimmen, was die Meinung der Vielen, ist ohne sich die Mühe zu machen, die bestehenden Möglichkeiten zu durchleuchten. Aus Angst um die Wiederwahl oder der Machtsicherung wegen wird die populärste Meinung adaptiert und medienwirksam verwertet. Fehlt es dem gemeinen Politiker an einer solchen Meinung, hält meist ein Totschlag-Argument her, das den Blick auf tatsächliche Probleme oder gar Ideen trübt. Politik gerät zum Possenspiel der Medien und lässt jegliche Dynamik vermissen.

Diese Dynamik aber halte ich für die wichtigste Waffe der Politik gegen die Vielfalt plötzlich auftretender Probleme in jedweder politischen Zelle der Bundesrepublik. Dynamisch, zielbewusst und mit Gemeinschaftssinn habe ich die Piratenpartei kennen gelernt. Im Gegensatz zu anderen Parteien und politischen Gruppierungen wurde ich hier von Anfang an eingeladen zu diskutieren, mich einzubringen oder einfach mitzumachen. Die Piratenpartei ist die einzige Partei, die in der Lage ist sich aus der ganzen Vielfalt gesellschaftspolitischer Meinungen und Stömungen heraus zu positionieren. In ihr haben Mitglieder, Vorstände und Kandidaten gleichermaßen Rederecht und Beitragsmöglichkeiten in jedweder Form. Sie gestaltet sich selbst als junge Partei zum Vorbild einer liberalen, technisierten, freien und gesamtdeutschen Gesellschaft. Die Lernfähigkeit und Dynamik einer so gedachten politischen Gemeinschaft hat mich von Anfang an überzeugt.

Hier können die Herausforderungen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft offen und in freiem Austausch angegangen werden. Hier werden Meinungen nicht nur gehört, sondern auch aufgenommen. Hier kann etwas wirklich Neues entstehen. Deshalb möchte ich helfen eine neue politische Strömung auch international aufzubauen. Deshalb möchte ich mit Tat und Mut die Ideenvielfalt, den Wissenshaushalt und das Problembewusstsein in diesem Land verteidigen. Deshalb stehe ich für Freiheit von Gedanken, Worten, Taten und Informationen.

DESHALB BIN ICH PIRAT.

KLARMACHEN ZUM ÄNDERN!